Beziehungen gehen uns unter die Haut. Wir alle wollen eine glückliche Beziehung führen und gleichzeitig haben wir Angst davor, uns total und mit voller Hingabe darauf einzulassen. Warum ist das so?
Jede Liebesbeziehung hält zwei Geschenke für uns bereit: die höchste Intimität und Gefühle von Einssein, aber auch den tiefsten Schmerz und Gefühle von Trennung. Dazwischen spielt sich die ganze Bandbreite zwischenmenschlicher Gefühle ab, die für gewöhnlich eine Beziehung so ausmachen: Streit und Versöhnung, Kritik und Akzeptanz, Verletzung und Vergebung – ein permanentes Wechselspiel zwischen den beiden Polen Anziehung und Abstoßung.
Dass ich gebeten wurde einen Artikel über Beziehungen zu schreiben hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich bis vor zwei Jahren noch nie eine Beziehung gehabt hatte. Mit meinen damals 32 Jahren erfüllte mich diese Tatsache mit Scham und tiefen Minderwertigkeitsgefühlen, aber die zerbrochene Ehe meiner Eltern und die Beziehungsprobleme in meinem Freundeskreis hatten mir die Illusion geraubt, dass eine erfüllende Beziehung für mich wahr werden könnte. Noch schlimmer war jedoch die Tatsache, dass ich mich nicht verlieben konnte und ohne Liebe keinen Anlass sah, eine Beziehung einzugehen. Ich wusste nicht, dass meine Angst vor Beziehung so tief saß, dass sie mich sogar meiner Liebesfähigkeit beraubte.
Diese Erkenntnis offenbarte sich mir erst als ich den „Meisterschlüssel für Beziehung“ in die Hände bekam: ein knapp 4tägiges Seminar durch das Yod U. Kolitscher liebevoll wie auch professionell führt und begleitet. Dieses Seminar bewirkte eine radikale Änderung meiner Sichtweise von Beziehung und deren Bedeutung.
Die Grundlage des „Meisterschlüssels“ bildet das über die Jahrtausende in Vergessenheit geratene tantrische Wissen, dass jede Frau halb Mann und jeder Mann halb Frau ist. So einfach diese Aussage vielleicht erscheinen mag, sie enthält die Antwort auf so grundsätzliche Fragen wie: Warum verlieben wir uns genau in diesen bestimmten Mann/diese bestimmte Frau? Und warum verschwindet die Verliebtheit genauso sicher wie sie gekommen ist? Weshalb verletzen uns schon nach kurzem die kleinsten Dinge an unserem Partner?
Bei Yod blieben die Antworten auf diese und die vielen weiteren Fragen zu diesem Thema nicht theoretisches Wissen, sondern sie wurden sofort praktisch in Körper- und anderen Übungen umgesetzt und von jedem selbst erfahren, das hat mir sehr gut gefallen.
So habe ich nicht nur einfach Wissen mit nach Hause genommen, sondern vor allem eigene lebendige Erfahrungen, die ich dann auch im Beziehungsalltag leichter umsetzen konnte.
Jeder einzelne, ob Single, mit oder ohne Partner beim Seminar anwesend, konnte direkt beim Seminar selbst erfahren, was wahre Männlichkeit und wahre Weiblichkeit bedeutet.
Die weit reichenden Konsequenzen, die sich daraus für Beziehungen ergeben, sind nicht absehbar. Zum ersten Mal begann ich den Satz zu verstehen: „Für eine funktionierende Beziehung braucht es nur eine Person – dich selbst!“ Weil ich nämlich beide Kräfte – männlich und weiblich – in mir trage.
Und das für mich fast Unmögliche ist nun in mein Leben getreten: Zum ersten Mal lebe ich nun in einer Beziehung, die mich zutiefst glücklich und dankbar macht. Mein Partner fordert mich direkt oder indirekt immer wieder auf, alte Wunden anzuschauen und dadurch nach und nach zu heilen.
Er fördert und fordert mein inneres Wachstum ein – aber das kann ich erst seit dem „Meisterschlüssel“ so sehen. Und dadurch erschließt sich für mich erst der tiefere Sinn einer jeden Beziehung.
Seite zuletzt geändert am 19.05.2008 09:27 Uhr
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