Heute betrachtet bin ich auf das Seminar „The Master-Key für Beziehungen“ gefahren, um mir selbst zu beweisen, dass ich „alles“ richtig mache.
Dass es nicht an mir liegt, wenn meine Beziehungen nicht funktionieren, im Job die Dinge nicht so laufen wie ich mir das vorstelle und auch die Erziehung meiner Kinder nicht ganz so gut verläuft.
Und doch war in meinem Herzen diese Sehnsucht – der Wunsch, dass es da noch etwas gibt – einfach einen Weg raus.
Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich ein sehr realitätsnaher Mensch bin und dass es nicht einfach ist, mich von etwas zu überzeugen.
Und schon gar nicht wenn jemand anderer mir weiß machen möchte, dass mein Weg vielleicht nicht der beste ist.
Nun ja, so sicher ich mir damals war - bzw. so sehr ich gehofft habe, dass es so ist - so sicher weiß ich erst heute, dass der Schlüssel für mein eigenes Leben ausschließlich bei mir selbst liegt.
„Wieso passiert das immer mir?“ – wie oft habe ich mir das wohl gedacht!
Obwohl ich immer alles gebe, mein Bestes, sind die Dinge doch nicht so, wie ich sie mir wünsche.
Und nach fast vier Jahrzehnten Lebenserfahrung musste ich
feststellen wie oft es in meinem Leben Wiederholungen gegeben hat.
Immer gab es die gleichen Verletzungen, die selben Enttäuschungen.
Obwohl es am Anfang nie so ausgesehen hat, so hat es doch gleich geendet.
Und was dann? Naja, die anderen verantwortlich zu machen für das eigene „Unglück“, die eigene Unzufriedenheit, war ein einfacher Weg.
Partner wechseln?
Job wechseln?
Freunde wechseln?
Aber ganz ehrlich, ich kann heute sagen, das hat mich aus diesem Kreislauf nicht raus gebracht.
Irgendwann beschloss ich dann, mich einfach vor diesen Verletzungen zu schützen.
Ich habe Menschen nicht mehr an mich rangelassen.
Naja zumindest nicht so weit, dass sie mir „gefährlich“ werden konnten. Habe beschlossen lieber allein zu sein, als das nochmals zu erleben. Noch einmal diesen Schmerz zu spüren!
Aber in vielen stillen Stunden – allein mit mir – hat mein Herz mir leise gesagt, dass diese Sehnsucht noch da ist.
Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Halt und nach Liebe.
Eine Sehnsucht, die einfach Angst hat zu leben, weil mein Herz Angst hatte wieder verletzt zu werden.
Und so habe ich weiter gemacht – war nicht unglücklich – aber es fehlte der Teil, der mich vollständig macht, der mich nährt.
An diesem Punkt angekommen, besuchte ich Yod und sein Seminar.
Und an diesem Punkt hat sich in meinem Leben vieles verändert. Nein, nicht ich bin ein anderer Mensch geworden, ich habe nur gesehen und erkannt, dass das Geheimnis in mir liegt!
Ich bin der Schlüssel für Zufriedenheit, Glück, Geborgenheit und Liebe.
Wir alle haben im Laufe unseres Lebens gelernt die Verantwortung für unsere Erfahrungen an andere abzugeben.
Schon als Kind war das so.
Der Partner ist schuld, die Freunde sind schuld oder auch der Boss ist schuld. Das hilft ja für den Moment, aber der Schlüssel ist es nicht.
Ja ich weiß, das klingt jetzt so einfach und logisch, aber es ist so schwierig!
All die Eigenschaften, die mich bei anderen faszinieren, habe ich stets in mir selbst getragen.
Das bedeutet aber auch, dass ich die Eigenschaften in mir trage, die mir an anderen nicht gefallen. Die letztlich irgendwann dazu führen, dass die Partnerschaft auseinander geht.
Ich habe Dinge gesehen, die ich nicht wahr haben wollte – naja, wer möchte sich schon mit „negativen“ Eigenschaften identifizieren?
Aber in Wirklichkeit hatte ich nur Angst davor.
Aber ich habe gelernt auch diese zu fühlen und als Teil von mir anzunehmen.
Dass Glück ist nicht davon abhängig, dass der andere dich beschützt, dich wärmt, dich liebt – sondern dass du das selbst in dir trägst und auch selbst leben kannst.
Ich habe gesehen, dass ich sowohl Mann und Frau in mir trage. Nicht immer – oder vielleicht sogar sehr selten – habe ich beiden Teilen ihr Recht auf Existenz gewährt.
Auf der Strecke bin stets ich selbst geblieben!
Oft musste ich einen der beiden Teile verstärkt leben. Das hat aber auch bedeutet, dass der andere Teil vernachlässigt wurde.
„Du musst deinen Mann stehen!“ Diesen Satz haben wir alle schon oft gehört.
Männer werden oft nach dieser Devise erzogen.
Aber auch für uns Frauen gilt dieser Satz heute mehr denn je. Berufstätigkeit, Kinder, Haushalt, Beziehung – da bleibt kaum mehr Platz für die Frau in dir. Aber ich vermisste diese nicht gelebten Teile in mir.
Wenn ich es mir auch nicht eingestehen konnte. Wenn ich auch nicht den Mut hatte sie zu leben.
Diese Teile waren es oft, die ich im anderen suchte.
Natürlich vergeblich – wie soll jemand anderer für dich deine Sehnsucht leben?
Ich habe mich dann getraut mir selbst die Chance zu geben, den männlichen und den weiblichen Anteil in mir kennen zu lernen. Ja natürlich, auch den Schmerz, der damit verbunden ist.
Und ich habe von diesem Moment an gemerkt, gespürt, wie gut es mir tut, wenn ich meinen Sehnsüchten Raum gebe.
Es haben sich so viele Dinge in meinem Leben so positiv verändert.
Meine Partnerschaft – sie wurde endlich zu einer – denn ich habe aufgehört die „Schuld“ immer dem anderen zu geben.
Die Beziehung zu meinen Kindern – auch hier konnte ich erkennen wie viel meiner Unzufriedenheit ausschließlich in meiner Verantwortung liegt und wie rasch sich etwas ändert, wenn du dir das eingestehst.
In meinem Job – Menschen um mich reagieren heute anders – offener – sie begegnen mir auf einer anderen Ebene und diese macht es möglich, ganz andere Dinge zu bewegen.
Auch meine Umwelt blieb und bleibt davon nicht „verschont“ – denn die Menschen um mich erkennen mein Bewusstsein, meine Harmonie und lassen sich darauf ein – weil auch sie letztlich die gleichen Sehnsüchte in sich tragen.
Viele meiner Freunde und auch Arbeitskollegen – auch meine pubertierende Tochter - haben sich daraufhin auch auf diesen Weg gemacht und es ist einfach nur schön zu sehen, was das alles bei Ihnen bewirkt.
Wie viel zufriedener, ausgeglichener und glücklicher sie sind.
Ich habe alles in mir gefunden wonach ich mich je gesehnt habe und ich habe gesehen, dass auch die Anderen alle die selben Ängste, die selben Befürchtungen, aber auch die selben Sehnsüchte haben.
Ich möchte Yod auch auf diesem Weg danken – obwohl ich weiß, dass er uns „nur“ begleitet und alles andere aus mir selbst gekommen ist und kommt – aber ich hätte wahrscheinlich nie gesehen, gefühlt und erkannt, dass es einen Weg ins Bewusstsein – ins Glück – ins Sein gibt.
Alexandra Hinke
Seite zuletzt geändert am 05.12.2006 10:41 Uhr
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